Unser Gemeinde-Blog

Die Entstehung der Siegenbergkirche - ein kurzer Rückblick

Im Oktober feiern wir zusammen das 50jährige Bestehen unserer Siegenbergkirche. Ebensolange steht auch der zugehörige Kirchturm, der mittlerweile saniert werden muss. Beides wollen wir zum Anlass nehmen und auf die Entstehungsgeschichte dieses Gebäudekomplexes zurückschauen.

Anfänge in der „Wunderkirche“

In den 1950er und 1960er Jahren wuchs die Bevölkerung auf dem Siegenberg stark an. Bereits ab 1961 wurde dort jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert. Der Kirchenbezirk Esslingen hatte eine Holzbaracke zur Verfügung gestellt; als „Wanderkirche“ sollte sie abwechselnd in Neubaugebieten im Bezirk den Kirchengemeinden als Behelfskirche dienen. In einem Faltblatt „an alle evangelischen Einwohner der Siegenberg-Siedlung“ anlässlich der Einweihung der Behelfskirche stand dann wörtlich zu lesen: „Wir sind dankbar, daß der Kirchenbezirk Eßlingen uns dieses ‚Wunderkirchlein‘ überlassen hat.“

Aus einem Sitzungsprotokoll des Kirchengemeinderats vom 3.10.1963 geht schon bald deutlich die Notwendigkeit hervor, eine richtige Kirche zu bauen: „Das vorhandene Notkirchlein (ca. 100 Plätze) ist oft überfüllt, insbesondere an Festtagen und an den monatlich stattfindenden Taufgottesdiensten“.

Der Neubau entsteht

Um Platz zu schaffen für den angestrebten Neubau, wurde die Behelfskirche im Sommer 1964 abgebaut und wanderte für etliche Jahre in die Kirchengemeinde Aichschieß. Die Glocke allerdings, Spende eines Reichenbacher Unternehmers, ruft bis heute im Glockenturm der Siegenberg-Kirche zum Gottesdienst.

In einer Bauzeit von wenig mehr als einem Jahr gelang es, die Pläne des Stuttgarter Architekten Wendschuh für eine neue Kirche, einen Glockenturm und ein Pfarrhaus umzusetzen.

Im Dezember 1964 wurde Richtfest gefeiert, und bereits am 3. Oktober 1965 konnte die inzwischen selbstständig gewordene Siegenberg-Gemeinde mit einem großen Fest das neue Gemeindezentrum einweihen. In den beiden Folgejahren kamen nacheinander noch eine Orgel und drei weitere Glocken hinzu.

Finanzierung durch Spenden und ehrenamtliche Arbeit

Die Gesamtkosten incl. Pfarrhaus, Orgel und Glocken wurden mit rund 737.000 DM abgerechnet. Große Anstrengungen waren nötig, um das auf die Kirchengemeinde entfallende knappe Drittel dieser Summe aufzubringen. Ein Kirchbauverein wurde gegründet, ca. 60 Gemeindeglieder engagierten sich mit monatlichen Geldspenden, mehrere Altpapiersammlungen und insbesondere eine ganze Reihe von „Kirchbaukaffees“ wurden durchgeführt. Auch die Finanzierung der neuen Orgel, 1966 eingebaut, erforderte nochmals die Mobilisierung aller Kräfte.

Spendenaktionen für den Siegenbergturm

Der Kirchturm der Siegenbergkirche muss saniert werden. Die Finanzierung wollen wir über Spenden erreichen. Auf der Übersichtsseite finden Sie weitere Informationen, bitte unterstützen Sie uns.

Im Gemeindebrief weiterlesen

Dieser Text ist eine gekürzte Fassung des Beitrags „Unsere Siegenbergkirche wird 50 !“, der im aktuellen Gemeindebrief erschienen ist. Die Ausgabe 153 trägt den titel „Gemeinde - Leben“ und ist ab sofort verfügbar.

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